Mücken können als Impfung dienen
Die Wissenschaftler der Jichi Medical University haben in den Speicheldrüsen der Mücken einen Impfstoff gegen Infektionskrankheiten entdeckt und daraufhin den lästigen Blutsauger umfunktioniert: Man hat das genetische Material der Mücke so verändert, dass ihre Speicheldrüsen einen Impfstoff gegen die Krankheit Leishmaniose produzieren. Mit jedem Stich der Mücke erhöht sich nun auch die Anzahl an Antikörpern im Blut des Gestochenen, sodass sich im Laufe der Zeit eine Immunität einstellen kann.
In seinen Grundmechanismen entspricht diese Art der Immunisierung der einer herkömmlichen Impfung. Eine hohe Anzahl an Stichen kann die Antikörperkonzentration so stark ansteigen lassen, dass der Körper des Gestochenen eine lebenslange Immunität aufbaut.
Jedoch wirft diese Entdeckung auch ethische Fragen auf: Allem voran ist es fraglich, ob Menschen einer unkontrollierten und schwammig dosierten Impfung ausgesetzt sein sollten. Außerdem stellt sich die Frage, ob Menschen tatsächlich ohne ihre Einwilligung geimpft werden wollen.